Hellste-Koepfe. Buch des Monats März 2014.
Wir planen Wartungsarbeiten am 12. April 2010 in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

Buch des Monats März 2014
kommentiert von Dr. Anne Schmitz, Uniklinik Heidelberg

Atlas of Gynecologic Oncology Imaging

Oguz Akin, Hrsg.

2014, 234 Seiten, Springer Verlag GmbH New York, Heidelberg, Dordrecht, London (englisch)

ISBN: 9781461472117

 

Kurzbeschreibung

Dieser Atlas beinhaltet multiple Fallbeispiele mit vielen Bildbeispielen zu den unterschiedlichen Tumoren des weiblichen Beckens. Ebenso bietet das Buch die aktuelle TNM-Klassifikation zu den jeweiligen Tumorentitäten.

Zielgruppe

Der Atlas richtet sich an Radiologen bzw. Assistenzärzte in der Radiologie, die sich mit der Bildgebung der weiblichen Tumoren beschäftigen. Das Buch ist für alle diejenigen geeignet, die ein Nachschlagewerk suchen, welches Bildbeispiele und kurze Beschreibungen der häufigsten Tumore bietet.

Aufbau

Der Atlas ist in sieben Kapitel unterteilt, die sich mit den jeweiligen Organen des kleinen Beckens der Frau beschäftigen. Es werden die Tumoren des Ovars, des Uterus, der Cervix und der Vagina vorgestellt. Desweiteren werden die unterschiedlichen Tumoren der Vulva vorgestellt. In jedem Kapitel werden zu Beginn die normale Anatomie in Text und Bild vorgestellt. Anschließend folgen übersichtliche Tabellen über die tumorösen (benigne und maligne) Veränderungen der jeweiligen Organe und deren Erscheinung bzw. Signalverhalten  im MRT bzw. CT. Zu den unterschiedlichen Veränderungen werden Bilder als Beispiele angeführt. Insgesamt muss gesagt werden, dass die Bilder keine besonders hohe Qualität aufweisen, jedoch ausreichen um eine Vorstellung des Tumors zu bekommen.  Die Bilder sind mit Bildunterschiften versehen, die oftmals unübersichtlich sind. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn die  Bilder eine extra Überschrift bekommen würden und der Leser nicht erst in der Bildunterschrift suchen müsste, um welchen Tumor es geht. Hier könnten in folgenden Auflagen Verbesserungen gemacht werden.

Insgesamt ist die Aufteilung des Buches übersichtlich und insbesondere die Tabellen helfen dem Leser einen schnellen Überblick über die behandelten Raumforderungen zu bekommen. Die TNM-Stadien lassen sich mit Hilfe der Tabellen ebenfalls sehr schnell und sicher bestimmen.  Dies ist eine der Stärken des Atlas. Das beste Kapitel ist das Kapitel über die Cervix-Karzinome. Hier  wird eine ausführliche Einführung in die Tumore gegeben und  gute Bildbeispiele verdeutlichen die Tumorstadien. Obwohl auch hier die Texte kurz gehalten werden, sind sie doch ausführlicher als in den übrigen Kapiteln.

Der Atlas hält am Ende des Buches noch zwei interessante Kapitel für den Leser bereit. Das erste dieser Kapitel behandelt die PET-CT-Bildgebung in der Gynäkologie, welche in größeren Kliniken zunehmend durchgeführt wird. Das letzte Kapitel zeigt kurz die Möglichkeiten einer Biopsiegewinnung zur histologischen Befundsicherung auf. Beide Kapitel zeigen auch weitere Möglichkeiten zur Diagnostik auf.

Didaktik

Der Atlas ist in 7 Kapitel unterteilt, die sich jeweils einem Organ widmen. In jedem Kapitel gibt es Unterkapitel zur normalen Anatomie und zu den Tumorentitäten. Es gibt zudem viele sehr übersichtliche Tabellen beispielsweise zur Bildgebung der verschiedenen Tumoren, dem Signalverhalten im MRT und den TNM-Stadien. Ein weiteres Highlight ist das in jedem Kapitel vorkommende Unterkapitel zu den postoperativen Veränderungen, bzw. Veränderungen nach Chemotherapie und Bestrahlung. Dieser Aspekt ist besonders bei der Beurteilung von Follow-up Untersuchungen wichtig.

Preis

Der Atlas ist auf englisch in Hardcover Version für ca. 99,99€ zu erhalten. Für diejenigen, die es digital mögen, kann eine eBook-Version für knapp 80 € erworben und heruntergeladen werden.

Fazit

Der Atlas bietet ein gutes Nachschlagewerk und viele hilfreiche Tabellen für Tumoren des weiblichen Beckens. Manche Bildunterschriften sind etwas unübersichtlich und manches Bild unscharf, dennoch kann der Leser gute Hilfestellungen zu der Beurteilung eines gynäkologischen Tumors finden und die Diagnose stellen, sowie das korrekte TNM-Stadium angeben.

 

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