Hellste-Koepfe. Kongressbericht von Nadide Batin (Bonn).
Wir planen Wartungsarbeiten am 12. April 2010 in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

Kongressbericht von Nadide Batin (Bonn) Wie war's? Die Stipendiatin Nadide Batin berichtet von ihren Eindrücken und Erfahrungen beim Röntgenkongress in Hamburg

 

92. Deutscher Röntgenkongress in Hamburg: Studentenprogramm Hellste Köpfe

von Nadide Batin


Wir sind zwei Studenten aus Bonn, die von einem Radiologen aus Straßburg/Frankreich gesponsert wurden, der uns von dieser Veranstaltung informiert hat. Bis Juni war die Vorfreude groß. Wir haben vom Kongress und dem Stipendium schon vor Juni vielen Freunden, die mit uns studieren, erzählt. Die meisten wollen nächstes Jahr auch am Programm teilnehmen.

Am ersten Tag sind wir am frühen Nachmittag, nachdem wir unser Zimmer im Hostel bekommen haben, zur Kongresshalle gefahren. Auf dem Weg dorthin kamen uns zahlreiche Studenten mit den unverkennbaren Kongresstaschen entgegen, von denen wir unbedingt auch eine haben wollten. Auf dem Kongresscenter in Besitz der Kongresstaschen, haben  wir es uns in der Studentenlounge gemütlich gemacht bei Kaffee und Kuchen und dort andere Stipendiaten begrüßt. Eine super Idee: Studentenlounge als Treffpunkt für die Stipendiaten.

Die erste Veranstaltung, die wir besucht haben, war über Gelenke der oberen Extremität: MR-Anatomie, Normvarianten, Pitfalls. Drei Referenten haben über Schulter, Ellenbogen, Hand berichtet. Ich wusste, dass Radiologen fit in Anatomie sein sollten, aber  die Normvarianten hatte ich bis dahin wenig in Betracht gezogen. Fazit: noch mehr lernen um  die Normvarianten nicht mit pathologischen Befunden zu verwechseln.

Nach der Veranstaltung haben wir uns noch auf dem Gelände umgeguckt. Danach ging es Richtung St. Pauli. Dort angekommen haben uns die Schilder mit der Warnung, dass die Reeperbahn videoüberwacht wird so abgeschreckt, dass wir lieber Richtung Hafen gelaufen sind, wo der Empfang stattfinden sollte.

Auf dem Empfang wurden Preise an Wissenschaftler vergeben, was den glamourösen Abend noch glamouröser machte. Das Essen war Klasse, die Atmosphäre angenehm. Die freundlichen Kellner haben uns nie lange mit leeren Gläsern warten lassen.

Die ersten Veranstaltungen fingen am zweiten Tag schon um 8 Uhr an, was nach einer langen ersten Nacht in Hamburg  etwas zu früh war.

Am zweiten Tag hatte man die Qual der Wahl.  Wir haben uns verschiedene Veranstaltungen angeguckt, sind aber nicht immer bis zum Schluss geblieben, weil die Vorträge doch zu speziell waren.  Die erste Veranstaltung „Fit für den Facharzt“ war so voll, dass wir nicht hereingelassen wurden. Am Donnerstag hatte auch die Industriemesse angefangen,  wo man  Kugelschreiber, Taschen und andere „Geschenke“ bekam. Dort haben wir uns einige Software-Anwendungen, Programme  und Geräte demonstrieren  lassen.  Wir haben uns dabei nicht ganz wohl gefühlt, weil wir „bloß“ Studenten sind und nichts kaufen wollten. Doch die Firmen waren sehr nett und haben sich Zeit genommen und freundlich ihr Produkt vorgestellt, obwohl wir keine „Käufer“ waren.

Der Empfang der Studenten im kleinen Kreis im Vergleich zum großen Empfang war noch eine super Idee.

Am Freitag hatten wir das Glück, den amerikanischen Radiologen aus Houston zu hören. Ich liebe die  amerikanische Art und Weise leidenschaftlich zu sein für alles, was sie machen: auch Kinder-Radiologie . Das brachte ein Stück „Hollywood“ nach Hamburg. Ich bin ein großer Fan von „Emergency Room“.  Den restlichen Kongresstag haben wir bei den „Fit für Facharzt“-Veranstaltungen verbracht. Das sind Veranstaltungen mit Multiple-Choice-Fragen, und man durfte mit TED abstimmen und „ankreuzen“.

Der Samstag, der letzte Tag des Kongresses, war für die Studenten durchgeplant. Ich fand die Dozenten und Themen sehr gut ausgewählt, wie z.B. Frauen: Karriere und Kinder, Radiologie in der Klinik,  in der Privatpraxis oder im Ausland wie Österreich.  Den espritreichen Montgomery live zu erleben, junge wissenschaftlich tätige Radiologen, oder die wenigen Chefärztinnen für Radiologie. Sehr geistreich, witzig und inspirierend waren die österreichischen Radiologen, von dem einer als Student radiologische Geräte mit entwickelt hat.

Ein gelungenes Programm und eine tolle weitsichtige Idee der Deutschen Röntgengesellschaft.

 

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